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Setzen wir auf die Jugend

Hinter uns liegt ein emotionales Wahlwochenende. Zunächst haben wir am Samstag den neuen Vorstand der SKGD im Oppelner Schlesien und dann am Sonntag das EU-Parlament gewählt. Der Urnengang am Sonntag zeigte, worüber ich hier schon mehrmals geschrieben habe, und zwar dass die polnische Gesellschaft weitgehend unvorbereitet scheint der Souveren zu sein. Und dabei denke ich nicht nur an die Wähler, sondern auch an die Politiker. Demokratie ist nämlich eine Art Gesellschaftsvertrag, der Ehrlichkeit in beide Richtungen voraussetzt. Politiker sollten versprechen, dass sie sich kompetent den ihnen aufgetragenen Aufgaben widmen, die Wähler dagegen, dass sie im Lauf der Wahlperiode das Ergebnis achten. Der Wahlkampf dient der Unterzeichnung dieses Gesellschaftsvertrages um die Aufgaben.

Dagegen zeigte die Wahl am Sonntag, dass der Wahlkampf nichts mit den Kompetenzen der Europäischen Union zu tun hatte: Kampf gegen Kinderschänder, weitere Kindergeldzahlungen, eine Immobilie des Premierministers usw. Statt zum Beispiel vertieft über die Aufnahme des Euros zu debattieren, wurde dies emotional durch die PiS angegriffen, und die vermeintlichen Euroenthusiasten hatten keinen ehrlichen Mut ihre Ansichten zu verteidigen. So haben sowohl die politische Klasse als auch die Wähler einen speziellen Vertrag geschlossen, sich während des Wahlkampfes zum EU-Parlament nicht mit europäischer Thematik zu befassen.

Im Gegensatz dazu wussten wir am Samstag, für welche Aufgaben der SKGD-Vorstand gewählt wird. Der Vorstand meiner Organisation, in der ich seit 1990 Mitglied bin, und die ich im Gemeinderat, Kreisrat und dem Regionalparlament (Sejmik) vertreten habe und in deren Vorstand ich zwölf Jahre lang saß. Die jetzigen Wahlen waren für mich persönlich nicht leicht, denn ich fühlte, dass der Moment gekommen ist, trotz Nennung meines Namens als Kandidaten zum Vorstand dies nicht mehr anzunehmen. Ich möchte, dass diese Entscheidung unserer Gemeinschaft dient. Paradoxerweiser sehen wir nämlich deutlich, dass eines unserer größten Probleme der fehlende Austausch von Menschen in unseren Vorständen ist. Und wie ein Mantra wiederholen wir doch, dass uns die Jugend fehlt, geben ihr aber unsere Plätze nicht ab. Als ich aber in den Saal geschaut und die vielen Delegierten gesehen habe, erblickte ich auch viele junge Gesichter, denen man Platz machen sollte.

Als Chef des VdG besuche ich andere Organisationen der deutschen Minderheit und weiß, dass dies in anderen Regionen keineswegs alltäglich ist. Auch in unserer oberschlesischen Nachbarwoiwodschaft konnte man letzte Woche bei der Jahresversammlung der dortigen Deutschen Minderheit nicht viele junge Gesichter sehen. Es lohnt sich also, diejenigen zu motivieren, die es uns hier in Oberschlesien gelang zu gewinnen. Motivieren und ihnen die Verantwortung übertragen. Arbeit gibt es für uns alle genug, und wenn wir diese besser aufteilen, sind wir mehr und können mehr stemmen. Dafür sollten wir bei der kommenden alljährlichen Wallfahrt auf den St. Annaberg beten. Seien Sie unbedingt da!

  • Publiziert in Blogs

Resolution bez. schlesische Aufstände

Am 11. Mai 2019 auf dem St. Annaberg verabschiedeten die VdG-Delegierten einstimmig u.a. Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Ausrufung durch den Sejm der Republik Polen des „Jahres 2019 zum Jahr der schlesischen Aufstände“.

5 Resolution bez. schlesische Aufstnde DE 2 1

5 Resolution bez. schlesische Aufstnde DE 2 2

5 Resolution bez. schlesische Aufstnde DE 2 3

Im Anhang präsentieren wir das Wortlaut der verabschiedete Resolution in polnischer Sprache:

 

 

  • Publiziert in VdG

Resolution bez. Runder Tisch

Weitere Resolution bezüglich der geplanten Wiederaufnahme der Deutsch-Polnischen-Gespräche am Runden Tisch, die am 11. Mai 2019 von den VdG-Delegierten u.a. verabschiedet wurde.4 Resolution bez. Runder Tisch DE 1

4 Resolution bez. Runder Tisch DE 2

Im Anhang präsentieren wir das Wortlaut der verabschiedete Resolution in polnischer Sprache:

 

  • Publiziert in Politik

25 Jahre Freundschaftsvertrag zwischen dem BdV und VdG

Am Samstag, den 11.Mai 2019 um 18 Uhr fand in der Aula des Pilgerheims auf St. Annaberg ein Frühlingskonzert, bei dem das 25. Jubiläum der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages zwischen dem Landesverband Thüringen des Bundes der Vertriebenen und dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften begangen wurde, statt.

Für die musikalische Umrandung sorgte das Orchester der Oppelner Philharmonie unter der Leitung des Dirigenten Przemysław Neumann. Das Orchester spielte „Eine kleine Nachtmusik“ von W.A. Mozart und die Symphonie C-dur Op. 11 von Josef Elsner. Das musikalische Programm bereicherten zudem Gedichte und Lieder in der Ausführung der Kinder aus den Eichendorff Grundschulen.

Nach den Ansprachen des VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida und des MdL-Landesvorsitzenden Egon Primas wurden Ehrungen und Auszeichnungen überreicht.

Die VdG-Medaille bekam der Vorsitzende des BdV Landesverband Thüringen Herrn Egon Primas. Des Weiteren wurden Ehrentafeln an das Ehepaar Susanne und Peter Gallwitz und Joachim Niemann, langjährigen Geschäftsführer des VdG und zugleich Initiator des Freundschaftsvertrages, überreicht.

Herr Horst Jüngling, Landesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien Landesgruppe Thüringen, das Ehepaar Christine und Fred Manthey, Herr Norbert Schütz, Mitarbeiter der BdV-Landesgeschäftsstelle und Maler Helmut Bednarek wurden mit einer Urkunde und VdG-Ehrennadel ausgezeichnet.

Die VdG-Ehrennadel samt Dankesschreiben bekam auch Frau Ilona Wochnik Kukawska, Leiterin der zweisprachigen Grundschule in Solarnia. Ein weiteres Dankesschreiben wurde auch an die Deutschlehrerin, Gründerin der Arbeitsgemeinschaft der Deutschlehrer, Frau Bernadeta Sonsała den ehemaligen Abgeordneten, Landtagsabgeordneten VdG-Vorstandsmitglied und Vorsitzenden des Eichendorff Vereins Herrn Bruno Kosak verliehen.

Im Anhang präsentieren wir Ihnen die Ansprache des VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida und des BdV-Vorsitzenden Egon Primas anlässlich der Feierlichkeiten:

 

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  • Publiziert in VdG

Medien-Workshop in Allenstein!

Der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen möchte Sie hiermit informieren, dass die Jugendbeauftragte Beata Sordon im Zusammenarbeit mit der Regionalkoordinatorin Dr Magdalena Lemańczyk, einen Workshop für Jugendliche in Allenstein veranstalten.

Sommercamp 2018!

Das Goethe-Institut (GI) und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) veranstalten in enger Zusammenarbeit mit dem Bund der Jugend der deutschen Minderheit in Polen (BJDM) und dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) 2018 das fünfte deutschsprachige internationale Sommercamp für Jugendliche deutscher Minderheiten.

  • Publiziert in Jugend
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