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Der FUEN - Kongress in Pressburg/ Bratislava 2019

Am Rande des FUEN Kongresses (14.06.2019) in Pressburg/Bratislava ergab sich eine gute Gelegenheit für ein gemeinsames Gespräch zwischen Herrn Bernard Gaida (Sh. Bild unten: Zweiter von links), Herrn Rafał Bartek (rechts außen) und dem Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat - Herrn Stephan Mayer MdB (Zweiter von rechts). Außerdem nahm an dem Gespräch der frühere Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Minderheiten Hartmut Koschyk (links im Bild), der deutsche Botschafter in der Slowakei Joachim Bleicker (Dritter von links) sowie der FUEN Präsident Lorant Vincze (Mitte), teil.
Hauptthema des Gespräches war das kommende Treffen der deutsch-polnischen "Runde Tisch" in Berlin.

Die Sünde der Versäumnis und den Hochmutes

Gestern wurde ich zu einem von Millionen Zuschauern des Films „Tylko nie mów nikomu” (dt. Sag es niemandem). Allgemein gesehen hat der Film mein Wissen nicht sonderlich verändert, doch er traf mich mit seiner Tiefe der Folgen der Sünde der Versäumnis. Leider befürchte ich, dass ähnlich wie beim Tod von Paweł Adamowicz, der die Gräben zuschütten und zu einer positiven Veränderung führen sollte, auch hier sichtbar wird, dass die Instrumentalisierung der Sünde der Kinderschändung in der Kirche allem dienen kann, außer der Bekehrung. Obwohl dabei der Hauptprotagonist, um einmal bildlich zu sprechen, die Sünde der Pädophilie unter Geistlichen sein sollte, scheint es so zu sein, dass darin viel mehr Rede von der Sünde der Versäumnis, des Hochmutes und der Entfremdung vieler Vertreter des Priesterstandes und nicht nur der kirchlichen Hierarchie ist.

Im Film sieht man wenig Reue und wo sie auftaucht, ist sie tragisch ratlos. All die Sünden und moralische Stolperer sind Beweis für den Bruch mit Werten im gesellschaftlichen Sinne und für den Verrat an Jesus Christus im theologischen Sinn. Ein Verrat, der niemandem fremd ist, auch wenn er nicht immer die Gestalt geschändeter Kinder annimmt. Ich konnte mich nicht des Anscheins erwehren, dass zu Tätern eher die wurden, die sichtlich dem Hochmut erlagen oder heute dafür bekannt sind. Schon damals, als Pfarrer Jankowski goldene Halsketten und schneeweiße Anzüge trug sowie teure Autos fuhr, war er als Priester für mich so weit unglaubwürdig, dass die Information über seine Taten mich nicht mehr überraschen konnte. Als der heutige Bischof von Danzig noch Militärbischof gewesen ist, habe ich mich als Katholik dafür geschämt, was die Offiziere über ihn gesprochen haben. Es erstaunte mich aber immer, wieso ein solches Benehmen toleriert wurde.

Die Sünde der Versäumnis und die Akzeptanz des Hochmutes sowohl bei kirchlichen Würdenträgern als auch bei tausenden Gläubigen dauerte Jahre. Heute fallen täglich neue Namen und den Anklägern kann der Hochmut gefährlich werden sowie die Worte: "Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie dieser Pharisäer!". Die Kirche muss das Unkraut samt Wurzeln herausreißen. Zu lange hat sie gewartet und nun darf sie nicht bis zur Ernte warten, denn es droht ihr auch der Verlust des Weizens. Sie kann viele gute Menschen verlieren, die sie als Depositum (in Verwahrung) erhalten hatte, um sie sicher zur vorausgesagten Erlösung zu führen. Um so wenige wie möglich zu verlieren, muss die Kirche streng nach Innen und demütig nach Außen sein. Als also jemand unter meine Bilder vom sonntäglichen Aufenthalt auf dem St. Annaberg geschrieben hatte, dass es so ein kleines Tschenstochu sei, dachte ich, dass es hoffentlich nie dem stolzen Nationalheiligtum ähnlich werde, sondern ein bescheidener und stiller Ort des Gebetes der Sünder und Zöllner sowie der für die Erlösung offenen Heuchler bleibt.

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VdG-Delegierte verabschieden Resolutionen anlässlich schlesischen Aufständen, 80. Jahrestag des Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, Teilnahme an Europawahlen und Lage der deutschen Sprache

Am Samstag den 11. Mai 2019 fand auf dem Sankt Annaberg die 50. Verbandsratssitzung des Verbandes deutscher Gesellschaften in Polen statt. Die Delegierten des VdG blickten während der Sitzung auf das Jahr 2018 zurück aber auch auf die bevorstehenden Aufgaben und Projekte.

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Neben den Delegierten nahmen an der Sitzung eigeladene Gäste aus dem Landesverband des Bundes der Vertriebenen Thüringen, mit denen der VdG seit 25 Jahren zusammenarbeitet, wie auch assoziierte Mitglieder des Verbandes und Vertreter auf kommunaler und politischer Ebene teil. Ihr Grußwort an die versammelten Delegierten und Gäste haben die Konsulin der BRD in Oppeln Brigit Fiesel-Rösle, der Abgeordneter im polnischen Sejm Ryszard Galla, der Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien Rafał Bartek gerichtet. Im Namen des Marschalls der Woiwodschaft Oppeln Andrzej Buła überreichte Herr Rafał Bartek ein Gratulationsschreiben anlässlich der 50. Verbandsratssitzung an den VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida. Herzlich willkommen hießen die Delegierten auch der Bürgermeister der Gemeinde Leschnitz Herr Łukasz Jastrzembski und Landrat von Groß Strehlitz Herr Józef Swaczyna. Auch Herr Egon Primas, Mitglied des Thüringer Landtags und Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des Bundes der Vertriebenen richtet an die Versammelten ein Grußwort und blickte darin auf die 25 Jahre Zusammenarbeit zurück.

Auf dem Tagesplan stand der Arbeitsplan des VdG für das Jahr 2019-2020, die gegenwärtige Situation und Pläne der deutschen Minderheit, wie auch die Aufnahme von neuen Mitgliedsorganisationen in den VdG. Somit wurden als ordentliches Mitglied des VdG folgende Organisationen angenommen:

  • Bund der Deutschen Bevölkerung in Gdingen
  • Bund der Bevölkerung Deutscher Abstimmung in Stuhm

Die Delegierten setzten ein sehr bedeutendes Signal nach außen, indem sie einstimmig mehrere Resolutionen u.a. zur folgenden Themen verabschiedet haben:

  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Europawahl
  • Resolution der Versammlung des VdG in Polen zur Lage der deutschen Sprache in der deutschen Minderheit in Polen
  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Ausrufung durch den Sejm der Republik Polen des „Jahres 2019 zum Jahr der schlesischen Aufstände“
  • Resolution zur Erinnerung an den 80. Jahrestag des Ausbruches des 2. Weltkrieges

Im Anhang präsentieren wir das Wortlaut der verabschiedeten Resolutionen und die Eröffungsrede von dem VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida:

 

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Das Treffen mit den Vertretern des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge

Am Dienstag, dem 26. März, fand in der VdG-Geschäftsstelle ein Arbeitsgespräch des VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida und stellvertretenden VdG-Vorsitzenden Martin Lippa mit den Vertretern des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Thomas Schock und Marc Müller statt. Die Herrschaften besuchten Oppeln auf die Einladung des VdG, der sich um die Würde der Ruhestätten der deutschen Soldaten in Polen sorgt.

Es wurde über eine Zusammenarbeit des Volksbundes mit der deutschen Minderheit und über eine eventuelle Errichtung eines Soldatenfriedhofs in der Oppelner Region diskutiert, und über den Zugang zu dem Soldatenfriedhof in Laurahütte und viele andere Themen gesprochen. Vertrwter der deutschen Volkgruppe in Polen wurden zu weiteren Gesprächen nach Kassel eingeladen.

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Hass ist leicht

Die Worte "Hass" und "Verachtung" werden nach der Ermordung des Danziger Stadtpräsidenten  Paweł Adamowicz fast schon inflationär gebraucht. Und das tun alle, sowohl auf der linken als auch der rechten politischen Seite. Und dies geschieht soweit, dass man glatt bezweifeln kann, die Verurteilung des Hasses wäre wirksam oder zumindest ehrlich gemeint. Ich bin persönlich überzeugt,  dass die Mehrheit der Sprechenden dies konjunkturell tut und weit weg ist von einer eigenen Gewissenserforschung. Ich stimme mit denen überein, die den Hauptverursacher auf der politischen Seite sehen, die nicht wirklich richtig als konservativ betrachtet wird. Auch die Worte Pater Ludwik Wiśniewskis, dass "der Mensch, der die Hassprache benutzt, der seine Karriere auf einer Lüge aufbaut keine hohen Funktionen in unserem Land innehaben darf", einen konkreten Empfänger haben.

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Łambinowice/Lamsdorf und ……

Hinter uns liegt Weihnachten und das Drei-Königs-Fest, das ja eigentlich Fest der Erscheinung des Herrn heißt. Und ab Montag begann für uns der Alltag des Jahres 2019.

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Weihnachten mit Bohnhoeffer

Kurz vor Weihnachten habe ich mich dank einer Einladung von der Christophori-Gemeinde in Breslau an Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten“ erinnert. Diese evangelische deutsche Gemeinde hat vier Buntglasfenster in ihrer Kirche eingesetzt, die vier Märtyrern des 20. Jh. gewidmet sind: Dietrich Bohnhoeffer, Edith Stein, Maksymilian Kolbe und Juliusz Bursche. Zwei katholischen Christen, zwei evangelischen, zwei polnischen und zwei deutschen Bürgern.

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