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Der Deutsch–Polnische „Runde Tisch” Anfang 2019?

Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz (L) und der deutsche Außenminister Heiko Maas während einer gemeinsamen Konferenz in Berlin am 13. Dezember 2018 Fot. PAP/EPA Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz (L) und der deutsche Außenminister Heiko Maas während einer gemeinsamen Konferenz in Berlin am 13. Dezember 2018

Am Donnerstag, den 13. Dezember 2018. fand in Berlin das Treffen des Außenministers Jacek Czaputowicz mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas statt. Das Treffen umfasste u.a. das Thema der Wiederherstellung des Deutsch–Polnische "Runden Tisches", der historischen Politik, der Kriegsreparationen und den UN-Sicherheitsrat.

Die Gespräche des "Runden Tisches" fanden zum ersten mal 2010 statt. Der Anlass des Zusammenkommens war die Überprüfung des aktuellen Standes der Umsetzungen von Beschlüssen des Deutsch- Polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, welche am 17. Juni 1991 unterzeichnet wurde. Es sollten auch Richtlinien für die Unterstützung sowohl der aus Polen stämmigen Bürger der Bundesrepublik, der Polen in Deutschland, als auch der deutschen Minderheit in der Republik Polen ausgearbeitet werden. Ihr Abschluss war die Unterzeichnung der "Gemeinsamen Erklärung des Runden Tisches" im Juni 2011.

Zu den Arbeitsgruppen des "Runden Tisches" gehören: Vertreter der deutschen und polnischen Regierung, Vertreter der deutschen Minderheit und der Polonia (jeweils maximal 2 Vertreter) sowie Experten und Wissenschaftler. Diese Sitzungen finden abwechselnd in Berlin und Warschau statt, und die Termine für die nächsten Sitzungen werden vom Vorsitzenden der Gruppe festgelegt.

Nach den Gesprächen während der Konferenz, sprach Herr Czaputowicz über den Beitrag der deutschen Minderheit in Polen und der Polonia in Deutschland bez. der nachbarschaftlichen Beziehungen. "Wir haben zugestimmt, und dies ist eine wichtige Entscheidung, dass bereits zum Jahresbeginn ein Treffen des "Runden Tisches"  in Warschau stattfinden wird, in dem die Beziehungen des gegenseitigen Umfeldes erörtert werden" - sagte Czaputowicz. Er fügt hinzu, dass eines der Themen des Runden Tisches, dass für Anfang des Jahres 2019 geplanten wurde, könnte die Unterstützung der "Krzyżowa" -Stiftung sein , die sich für die Annäherung zwischen den polnischen und deutschen Nationen einsetzt.

80 Jahre nach dem Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs.

In Gesprächen zwischen den polnischen Außenministern und Deutschland gab es auch Gespräche über den 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs, der einen Anlass zu gemeinsamen Feierlichkeiten bietet.

Herr Maas betonte, dass diese Veranstaltung auch eine Gelegenheit für die Jugendlichen aus beiden Ländern sein, ihr Wissen zu vertiefen und die Sichtweise der anderen Partei kennenzulernen. Darüber hinaus wurde bei den Gesprächen auch das Thema des Projektes "Jugend erinnert sich" angesprochen.

Über das voraussichtliche Treffen mit den polnischen Partnern im Januar informierte uns auch während seines Besuchs im Sitz des Verbandes deutscher Gesellschaften Prof. Dr. Bernd Fabritius, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.

Dies ist ein weiterer Vorschlag der vergangenen Jahren zur Wiederaufnahme des Runden Tisches. Daher nähere ich mich diesen Informationen mit einer Reserve. Gleichzeitig möchte ich betonen, dass es im Prinzip nicht nur um das Treffen des Runden Tisch geht, sondern vielmehr um den Inhalt und die Bereitschaft, die Ergebnisse umzusetzen. Leider ist mir diese Bereitschaft aus Sicht der deutschen Minderheit bisher sehr skeptisch gekommen - sagte Bernard Gaida, Vorsitzender des Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen.

Mehr über die anderen Themen des Treffens finden Sie auf: TVN24.pl, DW.com und auf niezalezna.pl

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