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Schlesien Journal 02.07.2019

Heute bei uns ein Gespräch mit Rafał Bartek, dem Vorsitzenden der SKGD im Oppelner Schlesien über die bevorstehende Kadenz und die Gespräche am Runden Tisch in Berlin. Außerdem berichten wir vom Weber-Festival in Carlsruhe und dem Keiskonzert der Deutschen Minderheit in Rosenberg. Wir sind auch in der Grundschule des Vereins Pro Liberis Silesiae in Raschau bei Oppeln zu Gast, die in die DSD-Schulen aufgenommen wurde.

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Die 62. Sitzung der gemeinsamen Kommission der Regierung und Minderheiten in Warschau

Am 27. Juni 2019 findet im Ministerium für Inneres und Verwaltung in Warschau die 62. Sitzung der gemeinsamen Kommission der Regierung und Minderheiten statt. An der Sitzung nehmen auch Vertreter aus der deutschen Minderheit teil: Rafał Bartek, Vizevorsitzender des VdG- Vorstandes und Waldemar Świerczek, Mitglied des Vorstandes. Es wird u.a. über die Möglichkeit, Finanzmittel von der EU-Fonds für die Organisationen der nationalen und ethnischen Minderheit zu erwerben, sowie das Thema des kulturelles Leben der nationalen und etchnischen Minderheit und laufende Themen besprochen.

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DEUTSCH-POLNISCHER RUNDER TISCH IN BERLIN

Am 19. Juni 2019 findet im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Berlin das deutsch-polnische 6. Rundtischgespräch zu Fragen der Förderung der deutschen Minderheit in Polen, der polnischstämmigen Bürger und Polen in Deutschland, statt.

Die Gespräche des "Runden Tisches" fanden zum ersten Mal in Jahr 2010 statt. Der Anlass dieses Zusammenkommens war die Überprüfung des aktuellen Standes der Umsetzungen von Bestimmungen des Deutsch- Polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, welcher am 17. Juni 1991 unterzeichnet wurde. Darüber hinaus sollten die im Vertrag festgelegten Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichberechtigung für deutsche Staatsbürger polnischer Herkunft und Polen in der Bundesrepublik Deutschland und der deutschen Minderheit in der Republik Polen, ausarbeitet werden. Das Ergebnis dieser Gespräche war die Unterzeichnung durch beide Parteien im Juni 2011 der "Gemeinsamen Erklärung des Runden Tisches".

Zu den Teilnehmern des "Runden Tisches" gehören: Vertreter der deutschen und polnischen Regierung, Vertreter der deutschen Minderheit und der Polonia, sowie Experten und Wissenschaftler. Diese Sitzungen finden abwechselnd in Berlin und Warschau statt, und die Termine der nächsten Sitzungen werden von den Vorsitzenden der Gruppen festgelegt.

Gegenstand der diesjährigen Gespräche wird der Umsetzungsstand der Maßnahmen im Zusammenhang zur Gemeinsamen Erklärung des Runden Tisches vom 12. Juni 2011 bez. Förderung der deutschen Minderheit in Polen, sowie für Bürger polnischer Abstammung und Polen in Deutschland, sein. Während dieses Zusammenkommens werden u.a. die aktuellen Schwierigkeiten angesichts des gleichzeitigem Unterricht von Deutsch als Minderheitensprache und Deutsch als Fremdsprache thematisiert. Darüber hinaus wird über die Errichtung des Dokumentationszentrums, über das Gedenken an die polnischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, sowie über die Möglichkeit der Förderung des Forschungszentrums diskutiert.

An der Sitzung des deutsch-polnischen „Runden Tisches” nehmen folgende Vertreter aus der deutschen Minderheit teil: Rafał Bartek-Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien, Maria Neumann- Mitglied des VdG-Vorstandes, Michał Schlueter- Vizevorsitzender des VdG-Vorstandes, Marcin Lippa- Mitglied des VdG-Vorstandes, der Sejm-Abgeordnete Ryszard Galla, Lucjan Dzumla- Direktor des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Waldemar Gielzok- Vorsitzender der Deutschen Bildungsgesellschaft. Hingegen die polnische Regierung ist durch der Staatssekretäre Szymon Szynkowski vel Sęk (Poln. Außenministerium) und Paweł Szefernaker (Poln. Innenministerium) vertreten. Deutsche Delegation ist unter der Leitung von dem Ko-Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer (BMI) und des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius. 

Eine gemeinsame Erklärung aller Gesprächsparteien gab es zum Ende der Sitzung nicht. Eine nächste Runde der Gespräche des deutsch-polnischen Runden Tischen sollen in November dieses Jahres folgen. 

Links zum Herunterladen:

 

 

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Der FUEN - Kongress in Pressburg/ Bratislava 2019

Am Rande des FUEN Kongresses (14.06.2019) in Pressburg/Bratislava ergab sich eine gute Gelegenheit für ein gemeinsames Gespräch zwischen Herrn Bernard Gaida (Sh. Bild unten: Zweiter von links), Herrn Rafał Bartek (rechts außen) und dem Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat - Herrn Stephan Mayer MdB (Zweiter von rechts). Außerdem nahm an dem Gespräch der frühere Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Minderheiten Hartmut Koschyk (links im Bild), der deutsche Botschafter in der Slowakei Joachim Bleicker (Dritter von links) sowie der FUEN Präsident Lorant Vincze (Mitte), teil.
Hauptthema des Gespräches war das kommende Treffen der deutsch-polnischen "Runde Tisch" in Berlin.

DIE 30. JAHRESVERSAMMLUNG DER SKGD HAT DAS JAHR ZUSAMMENGEFASST UND DEN NEUEN VORSTAND GEWÄHLT

In Sakrau, in der Gemeinde Gross Neukirch, fand am 25. Mai die 30. Jahreversammlung der Delegierten des Sozial- Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner-Schlesien (SKGD) statt. Während der diesjährigen Versammlung fassten die Delegierten nicht nur das letzte Jahr und die gesamte Amtszeit von vier Jahren zusammen, sondern wählten auch den neuen Vorstand der Gesellschaft.

Dank des Engagements der SKGD-Mitglieder im Jahr 2018 wurden in lokalen DFKs über 600 Projekte umgesetzt, darunter: 359 Projekte im Rahmen des Projektes Begegnungsstaettenarbit, sowie 133 Projekte, die vom Konsulat der Bundesrepublik Deutschland finanziert wurden, und 28 Projekte, die aus kommunalen Mitteln finanziert wurden. Die SKGD organisierte eine Reihe regionaler Veranstaltungen, darunter Neujahrstreffen der Kulturschaffenden und Sportfreunde der deutscher Minderheiten, Rezitationswettbewerb “Jugend traegt Gedichte vor”, Märchennächte oder 15 Deutsche Kulturtage in Oppelner Schlesien. Das SKGD-Büro beaufsichtigt auch Kulturgruppen der deutschen Minderheit. Über 1200 Menschen nahmen im vergangenen Herbst an Sommerreisen teil. Der SKGD hat im vergangenen Jahr auch folgende Publikationen veröffentlicht: Die deutsche Minderheit in Zahlen und Fakten und Die Rechte der deutschen Minderheit in Polen. Die SKGD hat als erste Organisation der deutschen Minderheit auch die mobile Anwendung für Telefone eingeführt – die SKGD-App.

Rafał Bartek fasste die letzten 4 Jahre zusammen und sagte: Die Dynamik dieser 4 Jahre war enorm, und zwar nicht so sehr aufgrund dessen, was innerhalb der Organisation geschah, sondern vielmehr aufgrund dessen, was um uns herum geschah. Wir haben viele Kultur- und Sprachprojekte erfolgreich fortgesetzt, wir haben auch viele neue Initiativen ergriffen, zum Beispiel das Projekt “Oppelner Region ohne Geheimnisse”, den Dokumentarfilm “Gruss aus Oppeln” und viele andere, die hier nicht erwähnt werden können. Wir mussten uns jedoch mit Problemen auseinandersetzen, die wir 30 Jahre nach dem demokratischen Wandel in Polen einfach nicht erwartet hatten. Es geht um die Erweiterung der Stadt Oppeln sowie um eine Änderung der Rechtsauffassung im Bereich des Parallelunterrichts für Deutsch als Minderheitensprache und als Fremdsprache. Eine große Herausforderung für die Organisation der deutschen Minderheit ist die Suche nach Finanzmitteln. Wir sind froh, dass wir in letzter Zeit eine Art finanzielle Stabilität von der polnischen und deutschen Regierung genießen können.

Es gibt 150 Delegierte – Vertreter der Gesellschaftsstrukturen aus der gesamten Woiwodschaft Oppeln und dem Kreis Lublinietz, die zur Teilnahme an der Jahresversammlung berechtigt sind. 121 Delegierte nahmen an der diesjährigen Jahresversammlung teil. Die Amtszeit der SKGD-Strukturen beträgt vier Jahre. Auf der diesjährigen Jahresversammlung wählten die Delegierten aus ihrern Reihen 11 Mitglieder des Vorstandes sowie die Prüfungskommission und den Schiedsgericht. Zum Vorstand wurden folgenden Personen gewählt: Rafał Bartek, Vorsitzender (der 99,16% der Stimmen erhielt), Zuzanna Donath-Kasiura (92,5% der Stimmen), Roman Kolek (84,16% der Stimmen), Ryszard Galla (83,33% der Stimmen) , Edyta Gisman (78,33% der Stimmen), Sylwia Kus (77,5% der Stimmen), Joanna Hassa (73,33% der Stimmen), Róża Zgorzelska (65,83% der Stimmen), Krzysztof Wysdak (60,83% der Stimmen) , Kryspin Cieplik (54,15% der Stimmen). Die Revisionskommission setzte sich zusammen aus: Mirosław Lasar, Damian Hutsch, Ewelina Brol, Natalia Jasik Schulwitz und Hubert Ibrom. Zum Schiedsgericht wurden gewaehlt: Jan Pankala, Jacek Wróbel, Gerard Wons, Krystian Baldy, Rudolf Urbana. 

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Der VdG gratuliert dem neu gewählten Vorstand und wünscht viel Erfolg.

Einstimmig wurde der SKGD-Vorstand entlsatet, einstimmig wurde auch das Arbeitsprogramm für 2019 angenommen. Darüber hinaus wurden drei Resolutionen verabschiedet: zum Unterrichten von Deutsch als Minderheitensprache, zum 75. Jahrestag der Oberschlesischen Tragödie und zu den Parlamentswahlen 2019.

DOWNLOAD:

Quelle:SKGD

 

VdG-Delegierte verabschieden Resolutionen anlässlich schlesischen Aufständen, 80. Jahrestag des Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, Teilnahme an Europawahlen und Lage der deutschen Sprache

Am Samstag den 11. Mai 2019 fand auf dem Sankt Annaberg die 50. Verbandsratssitzung des Verbandes deutscher Gesellschaften in Polen statt. Die Delegierten des VdG blickten während der Sitzung auf das Jahr 2018 zurück aber auch auf die bevorstehenden Aufgaben und Projekte.

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Neben den Delegierten nahmen an der Sitzung eigeladene Gäste aus dem Landesverband des Bundes der Vertriebenen Thüringen, mit denen der VdG seit 25 Jahren zusammenarbeitet, wie auch assoziierte Mitglieder des Verbandes und Vertreter auf kommunaler und politischer Ebene teil. Ihr Grußwort an die versammelten Delegierten und Gäste haben die Konsulin der BRD in Oppeln Brigit Fiesel-Rösle, der Abgeordneter im polnischen Sejm Ryszard Galla, der Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien Rafał Bartek gerichtet. Im Namen des Marschalls der Woiwodschaft Oppeln Andrzej Buła überreichte Herr Rafał Bartek ein Gratulationsschreiben anlässlich der 50. Verbandsratssitzung an den VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida. Herzlich willkommen hießen die Delegierten auch der Bürgermeister der Gemeinde Leschnitz Herr Łukasz Jastrzembski und Landrat von Groß Strehlitz Herr Józef Swaczyna. Auch Herr Egon Primas, Mitglied des Thüringer Landtags und Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des Bundes der Vertriebenen richtet an die Versammelten ein Grußwort und blickte darin auf die 25 Jahre Zusammenarbeit zurück.

Auf dem Tagesplan stand der Arbeitsplan des VdG für das Jahr 2019-2020, die gegenwärtige Situation und Pläne der deutschen Minderheit, wie auch die Aufnahme von neuen Mitgliedsorganisationen in den VdG. Somit wurden als ordentliches Mitglied des VdG folgende Organisationen angenommen:

  • Bund der Deutschen Bevölkerung in Gdingen
  • Bund der Bevölkerung Deutscher Abstimmung in Stuhm

Die Delegierten setzten ein sehr bedeutendes Signal nach außen, indem sie einstimmig mehrere Resolutionen u.a. zur folgenden Themen verabschiedet haben:

  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Europawahl
  • Resolution der Versammlung des VdG in Polen zur Lage der deutschen Sprache in der deutschen Minderheit in Polen
  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Ausrufung durch den Sejm der Republik Polen des „Jahres 2019 zum Jahr der schlesischen Aufstände“
  • Resolution zur Erinnerung an den 80. Jahrestag des Ausbruches des 2. Weltkrieges

Im Anhang präsentieren wir das Wortlaut der verabschiedeten Resolutionen und die Eröffungsrede von dem VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida:

 

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DIE SKGD UNTERSTÜTZT BEI DEN WAHLEN ZUM EUROPÄISCHEN PARLAMENT ANDRZEJ BUŁA

Bei den bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament hat die deutsche Minderjährige beschlossen, ihren eigenen Kandidaten zu der Wahl nicht zu stellen. Der Vorstand der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner-Schlesien (SKGD) erklärte jedoch seine Unterstützung für die Kandidatur von Andrzej Buła, dem derzeitigen Marschall der Woiwodschaft Oppeln.

Der Vorsitzende des SKGD Rafał Bartek sagte: “Andrzej Buła wandte sich an die Gesellschaft mit der Bitte, seinen Start bei den bevorstehenden Europawahlen zu unterstützen. In Anbetracht der Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren haben wir beschlossen, seine Kandidatur zu unterstützen. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass wir Herrn Bulgarien als Kandidaten für unsere Region unterstützen. ”

Andrzej Buła erklärte, wenn er das Mandat des MdEP erhalten könne, werde er die Aktivitäten von Minderheiten aktiv unterstützen, unter anderem durch die Minority SafePack Initiative oder durch Lobbying für Initiativen und Maßnahmen von Minderheitenvertretern.

Gleichzeitig appelliert der Vorstand der SKGD an die Mitglieder der Gesellschaft sowie an die Einwohner der Woiwodschaft Oppeln, eine bedeutende Teilnahme an den diesjährigen Wahlen zum Europäischen Parlament vorzunehmen. Roman Kolek betonte: “Es ist äußerst wichtig, einen Vertreter unserer Region im Europäischen Parlament zu haben, der unsere Region auf europäischer Ebene vertreten wird.”

Die EU-Parlamentswahlen finden am 26. Mai statt.

Quelle: SKGD im Oppelner Schlesien

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