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DEUTSCH-POLNISCHER RUNDER TISCH IN BERLIN

Am 19. Juni 2019 findet im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Berlin das deutsch-polnische 6. Rundtischgespräch zu Fragen der Förderung der deutschen Minderheit in Polen, der polnischstämmigen Bürger und Polen in Deutschland, statt.

Die Gespräche des "Runden Tisches" fanden zum ersten Mal in Jahr 2010 statt. Der Anlass dieses Zusammenkommens war die Überprüfung des aktuellen Standes der Umsetzungen von Bestimmungen des Deutsch- Polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, welcher am 17. Juni 1991 unterzeichnet wurde. Darüber hinaus sollten die im Vertrag festgelegten Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichberechtigung für deutsche Staatsbürger polnischer Herkunft und Polen in der Bundesrepublik Deutschland und der deutschen Minderheit in der Republik Polen, ausarbeitet werden. Das Ergebnis dieser Gespräche war die Unterzeichnung durch beide Parteien im Juni 2011 der "Gemeinsamen Erklärung des Runden Tisches".

Zu den Teilnehmern des "Runden Tisches" gehören: Vertreter der deutschen und polnischen Regierung, Vertreter der deutschen Minderheit und der Polonia, sowie Experten und Wissenschaftler. Diese Sitzungen finden abwechselnd in Berlin und Warschau statt, und die Termine der nächsten Sitzungen werden von den Vorsitzenden der Gruppen festgelegt.

Gegenstand der diesjährigen Gespräche wird der Umsetzungsstand der Maßnahmen im Zusammenhang zur Gemeinsamen Erklärung des Runden Tisches vom 12. Juni 2011 bez. Förderung der deutschen Minderheit in Polen, sowie für Bürger polnischer Abstammung und Polen in Deutschland, sein. Während dieses Zusammenkommens werden u.a. die aktuellen Schwierigkeiten angesichts des gleichzeitigem Unterricht von Deutsch als Minderheitensprache und Deutsch als Fremdsprache thematisiert. Darüber hinaus wird über die Errichtung des Dokumentationszentrums, über das Gedenken an die polnischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, sowie über die Möglichkeit der Förderung des Forschungszentrums diskutiert.

An der Sitzung des deutsch-polnischen „Runden Tisches” nehmen folgende Vertreter aus der deutschen Minderheit teil: Rafał Bartek-Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien, Maria Neumann- Mitglied des VdG-Vorstandes, Michał Schlueter- Vizevorsitzender des VdG-Vorstandes, Marcin Lippa- Mitglied des VdG-Vorstandes, der Sejm-Abgeordnete Ryszard Galla, Lucjan Dzumla- Direktor des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Waldemar Gielzok- Vorsitzender der Deutschen Bildungsgesellschaft. Hingegen die polnische Regierung ist durch der Staatssekretäre Szymon Szynkowski vel Sęk (Poln. Außenministerium) und Paweł Szefernaker (Poln. Innenministerium) vertreten. Deutsche Delegation ist unter der Leitung von dem Ko-Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer (BMI) und des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius. 

Eine gemeinsame Erklärung aller Gesprächsparteien gab es zum Ende der Sitzung nicht. Eine nächste Runde der Gespräche des deutsch-polnischen Runden Tischen sollen in November dieses Jahres folgen. 

Links zum Herunterladen:

 

 

  • Publiziert in Politik

VdG-Delegierte verabschieden Resolutionen anlässlich schlesischen Aufständen, 80. Jahrestag des Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, Teilnahme an Europawahlen und Lage der deutschen Sprache

Am Samstag den 11. Mai 2019 fand auf dem Sankt Annaberg die 50. Verbandsratssitzung des Verbandes deutscher Gesellschaften in Polen statt. Die Delegierten des VdG blickten während der Sitzung auf das Jahr 2018 zurück aber auch auf die bevorstehenden Aufgaben und Projekte.

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Neben den Delegierten nahmen an der Sitzung eigeladene Gäste aus dem Landesverband des Bundes der Vertriebenen Thüringen, mit denen der VdG seit 25 Jahren zusammenarbeitet, wie auch assoziierte Mitglieder des Verbandes und Vertreter auf kommunaler und politischer Ebene teil. Ihr Grußwort an die versammelten Delegierten und Gäste haben die Konsulin der BRD in Oppeln Brigit Fiesel-Rösle, der Abgeordneter im polnischen Sejm Ryszard Galla, der Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien Rafał Bartek gerichtet. Im Namen des Marschalls der Woiwodschaft Oppeln Andrzej Buła überreichte Herr Rafał Bartek ein Gratulationsschreiben anlässlich der 50. Verbandsratssitzung an den VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida. Herzlich willkommen hießen die Delegierten auch der Bürgermeister der Gemeinde Leschnitz Herr Łukasz Jastrzembski und Landrat von Groß Strehlitz Herr Józef Swaczyna. Auch Herr Egon Primas, Mitglied des Thüringer Landtags und Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des Bundes der Vertriebenen richtet an die Versammelten ein Grußwort und blickte darin auf die 25 Jahre Zusammenarbeit zurück.

Auf dem Tagesplan stand der Arbeitsplan des VdG für das Jahr 2019-2020, die gegenwärtige Situation und Pläne der deutschen Minderheit, wie auch die Aufnahme von neuen Mitgliedsorganisationen in den VdG. Somit wurden als ordentliches Mitglied des VdG folgende Organisationen angenommen:

  • Bund der Deutschen Bevölkerung in Gdingen
  • Bund der Bevölkerung Deutscher Abstimmung in Stuhm

Die Delegierten setzten ein sehr bedeutendes Signal nach außen, indem sie einstimmig mehrere Resolutionen u.a. zur folgenden Themen verabschiedet haben:

  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Europawahl
  • Resolution der Versammlung des VdG in Polen zur Lage der deutschen Sprache in der deutschen Minderheit in Polen
  • Resolution der Versammlung der Delegierten des VdG in Polen zur Ausrufung durch den Sejm der Republik Polen des „Jahres 2019 zum Jahr der schlesischen Aufstände“
  • Resolution zur Erinnerung an den 80. Jahrestag des Ausbruches des 2. Weltkrieges

Im Anhang präsentieren wir das Wortlaut der verabschiedeten Resolutionen und die Eröffungsrede von dem VdG-Vorsitzenden Bernard Gaida:

 

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  • Publiziert in VdG

Ein Rennen der deutschen Minderheit um einen Senatorensessel

Am 25.02.2019 hat Wochenblatt.pl einen Artikel über die kommenden Wahlen in das polnische Parlament publiziert, die im Jahr 2019 stattfinden.

Diese Wahlen sind bedeutungsvoll, denn die deutsche Minderheit will bei der kommenden Parlamentswahl um ein Senatorenmandat kämpfen. Dafür brauchen wir im Sejm eine entsprechende Vertretung , der nicht nur die deutsche Minderheit, aber auch alle in Polen wirkenden Minderheiten vertreten kann.

Ein Vertreter der deutschen Minderheit im polnischen Parlament erfüllt die Funktion eines Fürsprechers, der für die Wahrung der Rechte der Minderheiten Sorge trägt und auf jede Hinweise auf eine mögliche oder erfolgte Verletzung dieser Rechte reagiert. Dies bedeutet, dass die deutsche Minderheit in den Wahlkampf treten muss mit einer eigenen Kandidatenliste und einem Wahlkomitee und sich dann demselben Wahlverfahren unterziehen wie jeder andere Kandidat auch. Eine problematische Angelegenheit ist jedoch die Frage, wer zu dieser Kandidatenliste zählen sollte, denn seit 14 Jahren haben wir nur einen Vertreter, den Abgeordneten Ryszard Galla. Seiner Meinung nach benötige die deutsche Minderheit zwei oder sogar mehrere Vertreter im polnischen Sejm.

Weitere Informationen finden Sie unter http://wochenblatt.pl/es-ist-zeit-die-mannschaft-aufzubauen/

  • Publiziert in Politik

Die VdG-Verbandsratssitzung tagte auf dem St. Annaberg

Am Samstag den 19. Mai 2018 fand auf dem St. Annaberg die 49. Verbandsratssitzung des Verbandes deutscher Gesellschaften in Polen statt. Die Delegierten befassten sich u.a. mit der Tätigkeit des VdG im Jahr 2017, diskutierten über die Satzungsänderungen und wählten einen neuen Vorstand und Revisionskommission.

  • Publiziert in VdG
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