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Anna Hermasz

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Schlesien Journal 12.11.2019

Im Schlesien Journal besuchen wir den DFK Deschowitz. Außerdem berichten wir über den Abschied von Bruno Kosak, ehemaliger Sejm-Abgeordneter der Deustchen Minderheit.

  • Publiziert in Video

DIE SKGD STARTETE DIE INFORMATIONSKAMPAGNE: “DEUTSCHE MINDERHEIT HAT WERT!”

Die Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien startete die Informationskampagne “Deutsche Minderheit hat Wert!”. Die Hauptziele der Kampagne sind zwei. Zum einen soll gezeigt werden, dass die Zugehörigkeit zu einer Minderheitengemeinschaft in Polen eine Bereicherung darstellt und dass es wertvoll ist, eine starke nationale Identität  bei sich selbst zu wecken. Das zweite Ziel ist es, die polnische Gemeinschaft darauf hinzuweisen, dass wir als nationale (deutsche) Minderheit viel mehr Gemeinsamkeiten im Alltag haben, als Unterschiede, die sich teilen könnten.

“Minderheit ist Reichtum” Dieser Slogan begleitet häufig Diskussionen über Minderheiten, aber das Alltagsleben in einem Land, in dem der Zugang zu seinen deutschen Wurzeln im gesamten Kommunismus verboten war, ist nicht offensichtlich. Wir stellen fest, dass das Bewusstsein, wer die Minderheit ist und was sie in der polnischen Gesellschaft auszeichnet, auch unter den Einwohnern der Woiwodschaft Oppeln, auf einem spürbar niedrigen Niveau bleibt. So entstand die Idee zu einer einzigartigen Kampagne, die anhand interessanter Charaktere aus dem Umfeld der deutschen Minderheit zeigt, dass es etwas Besonderes ist, Teil einer nationalen Minderheitengemeinschaft zu sein.

Die Haupthelden der Kampagne sind wertvolle und engagierte Menschen, die im Rahmen von SKGD tätig sind. Das sind:
• Elisabeth Kampa – Deutschlehrerin und Betreuerin der Gruppe Wal-Nak,
• Łukasz Jastrzembski – Bürgermeister der Gemeinde Leschnitz,
• Zuzanna Herud – Sängerin und Germanistin,
• Fr. Diakon Marek Dziony – ständiger Diakon und Germanist,
• Barbara Mientus – Bibliothekarin und Kulturanimatorin,
• Klaus Leschik – ein langjähriger Aktivist der deutschen Minderheit.

Diese Menschen werden von Werten begleitet, die für jede lokale Gemeinschaft wichtig sind: “Kultur hat Wert”, “Gesellschaft hat Wert”, “Sprache hat Wert”, “Glaube hat Wert”, “Tradition hat Wert”, “Gemeinschaft hat Wert”.  Die Kombination von Slogans mit unseren Helden ist kein zufälliger Vorgang, da unsere Helden in ihrer Umgebung mit den angegebenen Werten identifiziert werden.

Im Rahmen der Kampagne “Deutsche Minderheit hat Wert” sind verschiedene Arten von Maßnahmen vorgesehen. Die sichtbarsten sind die Werbetafeln die an mehreren Stellen in der Woiwodschaft Oppeln, unter anderem in Oppeln, Krappitz, Kandrzin-Cosel, Rosenberg und Gross Strehlitz aufgestellt werden. Darüber hinaus wurden umfangreiche Interviews durchgeführt, die in Form von Kurzfilmen in den sozialen Medien präsentiert werden. Einige dieser Interviews werden in der Presse veröffentlicht. Die Materialien erscheinen auch auf der Website der Kampagne: www.MNmawartosc.skgd.pl.
Die Hauptaktivität der Kampagne in dieser Phase ist auch die Durchführung soziologischer Untersuchungen der deutschen Minderheit in der Woiwodschaft Oppeln, mit deren Hilfe Antworten auf wichtige Fragen für uns gefunden werden können. Was ist die FUnktion der deutsche Minderheit heute? Wer sind wir? Warum lohnt es sich heute, Mitglied der Minderheit zu sein? Das Ergebnis dieser Forschung wird eine Analyse des Umfelds der deutschen Minderheit in Form eines Berichts sein, dessen Elemente auch in der Werbekampagne verwendet werden.

Das Projekt wird mit Unterstützung des polnischen Ministeriums für Inneres und Verwaltung und des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln durchgeführt. Verantwortlich für einzelne Elemente der Kampagne sind: Filmproduktion: Jakub Mickiewicz und LokalnaTV, Interviews und Vorbereitung von Texten für die Presse: Dawid Smolorz. Soziologische Forschung Magdalena Lemańczyk und Ihr Team, Fotos und Grafiken von Adam Liszka. Die Koordinatorin des gesamten Projekts ist Joanna Hassa.

Quelle: SKGD im Oppelner Schlesien

AGDM verabschiedet in Berlin zwei Resolutionen

Am 07.11.2019, dem letzten Tag der diesjährigen AGDM Jahrestagung in Berlin wurde aufgrund der prekären Situation im Bereich Bildung der deutschen Minderheit in Polen durch den Vertreter der deutschen Minderheiten aus 19 Ländern Europas und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einstimmig eine Pressemitteilung verabschiedet. Im Hinblick auf die Aussage des stellvertretenden polnischen Außerministers Szymon Szynkowski vel Sęk, der die Bedingungen erhoben hat, dass weitere Rechte für die deutsche Minderheit in Polen nur dann umgesetzt werden sollen, wenn im Gegenzug die in Deutschland lebenden Polen mehr Rechte und Privilegien bekommen, sowie den Zugang von Kindern der 7. und 8. Klasse der Grundschule durch eine neue Auslegung der Gesetzgebung eingeschränkt hat. Was bedeutet, dass Kinder, die Deutsch als Minderheitensprache haben, Deutsch nicht mehr als Fremdsprache wählen dürfen, wodurch die Kinder erheblich benachteiligt werden.

Wortlaut der Pressemitteilung der AGDM finden Sie unter:

https://agdm.fuen.org/aktuelles/mx27-aktuelles-pressemitteilung-der-arbeitsgemeinschaft-deutscher-minderheiten-zum-geforderten-gegenseitigkeitsprinzip-in-den-deutsch-polnischen-beziehungen-des-stellvertretenden-aussenministers-polens/

Des Weiteren wurden im Rahmen der 28. Jahrestagung der AGDM zwei Resolutionen ( „Resolution zum 75. Jahrestag des Ende des 2. Weltkrieges” und „Resolution zur Zukunftsausrichtung der Deutschen Minderheiten”), an Prof. Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und Eckhard Pols, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten, im Deutschen Bundestag überreicht. 

Im Anhang präsentieren wir der Inhalt dieser Resolutionen:

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  • Publiziert in Politik

Bernard Gaida wurde als Sprecher der AGDM wiedergewählt!

Während der 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Berlin wurde am Donnerstag, den 5.November 2019 Herr Bernard Gaida, Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen als Sprecher der AGDM einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. 

Weitere Informationenen finden Sie unter:

http://wochenblatt.pl/bernard-gaida-wiedergewahlt/?fbclid=IwAR0hWq9U0ZciuwvF0HJSEur4ZJQtVWyCtKHtnQAUV_eEsy_POjDu3bntrZQ

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