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Vertreter der deutschen Minderheit trafen sich mit Prof. Monika Grütters

Eine Kooperation im Rahmen der neuen Politik, die mit der Pflege des Kulturerbes der Herkunftsländer der Vertrieben verbunden ist, war eines der Themen des Gespräches der Vertreter der deutschen Minderheit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters.

Grütters lud Vertreter deutscher Vereine aus ganz Schlesien nach Breslau ein, weil sie auch bei dieser Gelegenheit die Europäische Kulturhauptstadt 2016 kennenlernen wollte. Die deutsche Politikerin ist stark mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verbunden und hat bei der Gründung des Museums der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung mitgearbeitet.

Die Beauftragte ist in Deutschland für einige Institutionen verantwortlich, die mit der Kulturarbeit verbunden sind. So hat der VdG- orsitzende Bernard Gaida Grütters gefragt, ob und in wie fern eine Zusammenarbeit mit der deutschen Minderheit möglich sei. Dies habe Grütters bestätigt, doch die Initiative müsste von den Institutionen selber ausgehen. Auf so eine Möglichkeit soll Grütters aber bei verschiedenen Arbeitsgesprächen aufmerksam machen.

Die Vertreter der deutschen Minderheit bemängelten auch die fehlende Realisierung der Beschlüsse des deutsch-polnischen Runden Tisches. So sei eine museale Präsentation der Geschichte der deutschen Minderheit bisher nicht erreicht worden. Hier sieht Grütters vor allem die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit solchen Institutionen wie das Schlesische Museum zu Görlitz.

Wie aber Grütters unterstrichen hat, sei eine unmittelbare z. B. finanzielle Unterstützung für die Deutschen aus Polen ihrerseits nicht möglich. Die Zusammenarbeit kann nur indirekt erfolgen, wenn eine deutsche Institutionen für ein Projekt der deutschen Minderheit verantwortlich ist.

Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Februar 2017 23:11