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Dachverband der Deutschen Minderheit in Polen mit neuem Vorstand

Am Samstag, dem 9. Mai 2026, fand im Oberschlesischen Eichendorff- Kultur- und Begegnungszentrum in Lubowitz die 57. Verbandsratssitzung des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt. 49 Delegierte zogen nicht nur Bilanz über das vergangene Jahr, sondern über die gesamte vierjährige Amtszeit, wählten einen neuen Vorstand und ein neues Revisionsausschuss und verabschiedeten drei wichtige Resolutionen.

In seiner Rede ging der Vorsitzende des Verbandes, Rafał Bartek, auf die wichtigsten Ereignisse der letzten vier Jahre ein, sowohl auf die schwierigen, wie die Kürzung der Unterrichtsstunden Deutsch als Minderheitensprache von 3 auf 1 Stunde pro Woche oder die fehlende Vertretung der Deutschen Minderheit im polnischen Sejm nach den Wahlen im Jahr 2023, sowie von den Erfolgen, darunter die Eröffnung des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen im Jahr 2022 und des Nichtöffentlichen Katholischen Kindergartens mit dem Unterricht Deutsch als Minderheitensprache in Chronstau im Jahr 2023. Er hob auch die Stärkung der Position der Minderheiten in Polen durch die Ernennung von Ryszard Galla zum Berater des Sejmmarschalls für nationale und ethnische Minderheiten, die Einrichtung des Sekretariats der Minderheitenseite der gemeinsamen Kommission der Minderheit und der Regierung im polnischen Sejm, die guten Ergebnisse der Mitglieder der Deutschen Minderheit bei den Selbstverwaltungswahlen in der neuen Formel „Schlesische Regionalpolitiker“ sowie die Weiterentwicklung der Medien des Verbandes und die Modernisierung der visuellen Identität des VdG nach 35 Jahren (HIER finden Sie den vollständigen Wortlaut der Rede).

Außerdem wurde auf das 35-jährige Jubiläum des Verbandes hingewiesen. Wie der Vorsitzende betonte:

Der VdG übernahm auch in den letzten Jahren eine Koordinierungsrolle und genießt hohes Ansehen des Bundesinnenministeriums! Dies ist nicht zuletzt der VdG-Mannschaft zu verdanken, die unter der Leitung von Joanna Hassa eine hervorragende Arbeit macht. […] Wir blicken auf 35 Jahre des Verbandes zurück und sehen auch, dass unsere Rolle in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Dies ist nicht zuletzt meinem Vorgänger Bernard Gaida zu verdanken, und ich habe mich auch bemüht, dies fortzusetzen.

Nach vier Jahren wurden ein neuer Vorstand und ein neues Revisionsausschuss gewählt.

Vorstand

Vorstandsvorsitzender – Rafał Bartek (Woiwodschaft Oppeln)

Vizevorsitzende – Sylwia Kus (Woiwodschaft Oppeln)

Vizevorsitzender – Marcin Lippa (Woiwodschaft Schlesien)

Vizevorsitzender – Dawid Bojarowski (Pommern)

Vorstandsmitglied – Łukasz Jastrzembski (Woiwodschaft Oppeln)

Vorstandsmitglied – Waldemar Świerczek (Woiwodschaft Schlesien)

Vorstandsmitglied – Damian Stefaniak (Woiwodschaft Niederschlesien)

Vorstandsmitglied – Piotr Dukat (Ermland und Masuren)

Vorstandsmitglied – ständige Jugendvertreterin – Paulina Widera

Bevollmächtigter des VdG für internationale Zusammenarbeit in Polen – Bernard Gaida

Revisionsausschuss

Vorsitzende – Anna Kasprzyk (Woiwodschaft Oppeln)

Mitglied des Ausschusses – Agnieszka Dłociok (Woiwodschaft Schlesien)

Mitglied des Ausschusses – Michal Schlueter (Ermland und Masuren)

Die Delegierten verabschiedeten außerdem drei Resolutionen:

Auf der Verbandsratssitzung überreichte Zuzanna Donath-Kasiura, stellvertretende Marschallin der Woiwodschaft Oppeln, dem Verband der deutschen Gesellschaften (VdG) die Auszeichnung „Für Verdienste für die Woiwodschaft Oppeln“.

Darüber hinaus wurde auch ein Arbeitsplan für das Jahr 2027 verabschiedet. Dieser sieht die Verstärkung der Maßnahmen zur Sprachförderung und die Entwicklung neuer Sprachinitiativen, die Umsetzung der Strategie der Spracharbeit der deutschen Minderheit in Polen 2027–2031, die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Projekte des VdG, die Stärkung der Jugendorganisation und Jugendarbeit, die Förderung des Engagements und Erhaltung der Mitgliederzahl sowie die Fortsetzung des politischen Engagements der Minderheit im In- und Ausland vor.

Fot. Stefani Koprek-Golomb

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