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Delegiertenversammlung des Verbandes der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren

Zebranie prowadził Gerhard Wichowski - przewodniczacy z Lidzbarka Warminskiego. Pierwszy z prawej Ulf Pustow

Immer mehr Kinder lernen in der Schule Deutsch als Minderheitensprache, immer mehr singen auf Deutsch, während die deutschen Organisationen im Norden Polens überaltert sind und mit den technischen Neuerungen nicht Schritt halten können.

Die Delegiertenversammlung fand am 25. April in Sensburg statt. Anwesend waren Delegierte der deutschen Vereine aus Bartenstein, Bischofsburg, Lyck, Lötzen, Rastenburg, Heilsberg, Sensburg, Osterode, Johannisburg, Ortelsburg und Angerburg. Anwesend waren auch Joanna Hasa – Geschäftsführerin des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) aus Oppeln – sowie Ulf Püstow vom Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg – Beauftragter für die Kontakte zu Landsleuten in der Heimat. Die Teilnehmenden der Versammlung zogen Bilanz über das Jahr 2025. Was war also im vergangenen Jahr von Bedeutung?

In Bartenstein fand die Sommerolympiade für Kinder und Jugendliche statt, in Osterode gab es Sommerworkshops und in Wuttrienen wurde ein Sommerfest für die gesamte deutsche Minderheit in der Region veranstaltet. Im Herbst bot sich in Osterode die Gelegenheit, am Festival der Nationen „Unter einem gemeinsamen Himmel“ teilzunehmen, bei dem Künstlerinnen und Künstler verschiedener nationaler Minderheiten auftraten; anschließend fand in Allenstein der Kommunal- und Politikkongress statt, der wie immer den verschiedenen deutsch-polnischen Beziehungen gewidmet war. Fast ein ganzes Jahr lang lief das gemeinsame Projekt „Kulturschiff“, das vom Verband und der Stiftung „Sztuka wolności“ durchgeführt wurde. Dort wurden verschiedene Minderheiten vorgestellt, nicht nur nationale.

Der Vorsitzende des Verbandes, Henryk Hoch, wies zudem darauf hin, dass die Zahl der Kinder, die in der Region Deutsch als Minderheitensprache in der Schule lernen, steigt. Es sind 2126 Kinder in 41 Schulen. Doch nur vier dem Verband angehörende Vereine bieten Sprachkurse an. Unabhängig von den Aktivitäten des Verbandes gingen die Vereine auch eigene Aufgaben an, die manchmal über ihren eigenen Kreis hinausgingen. Zu solchen Veranstaltungen gehörte der deutsche Gesangswettbewerb, der vom Verein „Jodły“ aus Osterode organisiert wurde. Daran nahm eine Rekordzahl von über 100 Teilnehmern teil, darunter nicht nur aus der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sondern auch aus Marienwerder, Dirschau und Gdingen. Seit Jahren ist auch das Adventsfest „Betlejem narodów“ (Bethlehem der Völker) in Heilsberg ein solches Ereignis, das Vertreter der deutschen und ukrainischen Minderheit sowie die Kommunalbehörden von Heilsberg zusammenbringt.

Der Vorsitzende erinnerte alle daran, dass sich die Regeln für die Förderung von Vereinen seit diesem Jahr geändert haben und nun das Bundesministerium des Innern (BMI) die einzige Förderquelle ist, wobei der VdG als Vermittler bei der Vergabe der Fördermittel fungiert.

Die Delegiertenversammlung hat zudem den Arbeitsplan des Verbandes für das laufende Jahr verabschiedet. Er ist ähnlich wie im Vorjahr, mit dem Unterschied, dass die Sommerolympiade für Kinder und Jugendliche in diesem Jahr in Sensburg und das Sommerfest in Heilsberg stattfinden wird.

Joanna Hasssa stellte den Delegierten die Fortbildungs- und Sprachkursangebote des V dG, teilte mit, dass eine Schulung für Jugendaktivisten aus deutschen Vereinen stattfinden werde, und lud alle zu einem großen Konzert anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Verbandes ein, das am 11. September in Allenstein stattfinden wird.

Die Diskussion drehte sich um ein einziges Thema: Geld. Die Delegierten beklagten sich darüber, dass immer weniger Mittel für die Vereinsarbeit zur Verfügung stünden und die Verfahren zur Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln immer komplizierter und ausschließlich online ablaufend seien. Viele Organisationen sind nicht mehr in der Lage, damit zurechtzukommen. Was kann man dagegen tun? Die Jugend in das Vereinsleben einbinden, denn nur sie hält mit den technischen Neuerungen und Veränderungen Schritt.

Text und Fotos: Lech Kryszałowicz

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