Am 17. Juni 2026 fand in Berlin das Deutsch-Polnische Forum unter dem Motto „Nachbarschaft im Wandel. 35 Jahre deutsch-polnischer Zusammenarbeit“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Partnerschaft mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Außenministerium der Republik Polen mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei Berlin organisiert.
An dem Forum nahmen rund 700 Teilnehmende aus beiden Ländern teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung standen Themen wie die Zukunft Europas, Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Erinnerungskultur im Mittelpunkt der Diskussionen.
An der Veranstaltung nahmen der Außenminister der Republik Polen Radosław Sikorski und der Bundesminister des Auswärtigen Johann Wadephul teil, die die große Bedeutung des Vertrags über gute Nachbarschaft hervorhoben. Johann Wadephul sprach von einer „gereiften Freundschaft“, die Polen und Deutschland heute verbindet, während der polnische Außenminister auf das hohe Niveau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit hinwies und betonte, dass Polen derzeit zu den wichtigsten Partnern Deutschlands gehöre.
Im Rahmen des Forums fanden zudem thematische Sitzungen zu den Themen Wirtschaft, Sicherheit, Gesellschaft, Bildung, Kultur, Jugend, globale Politik, Erinnerungskultur, Europa und Sprache statt. Ein wichtiger Programmpunkt war die Übergabe wertvoller Kulturgüter an Polen, die während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen geraubt worden waren.
Im Rahmen dieser Veranstaltung fand auch Verleihung des Preises für herausragende Verdienste um die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen statt. Ausgezeichnet wurden der ehemalige polnische Botschafter in Deutschland, Janusz Reiter, sowie das Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum, das seit 2011 gemeinsame Projekte für die lokale Bevölkerung durchführt.
An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der Deutschen Minderheit in Polen teil. Wie Rafał Bartek, Vorsitzender des VdG, betonte:
Das ist ein großes Ereignis, das auch aus unserer Sicht als Deutsche Minderheit von Bedeutung ist, die hier während des gesamten Forums ebenfalls vertreten ist. Auch in den Sitzungen, die dieses Forum begleiten, setzen wir eigene Akzente und werden dort unsere Stimme einbringen. Aber es ist auch insofern wichtig, als diese Beziehungen nicht mit diesen 35 Jahren enden, sondern von den Menschen, durch das Miteinander, von uns allen weiter ausgebaut werden, auch von den Politikern, die letztendlich nur einen gewissen Rahmen schaffen, aber wie wichtig ist dieser Rahmen für die Zukunft, für Europa, für uns alle, die wir in diesen Beziehungen leben.