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Schlesien Journal 16.06.2021

Tym razem w Schlesien Journal relacja z uroczystośći otwarcia Centrum Młodzieżowego mniejszości niemieckiej oraz Centrum badań mniejszości niemieckiej, które odbyły się w obecności ambasadora Niemiec w Polsce, dra Arndta Freytag von Loringhovena. Dzień później natomiast na Górze Św. Anny miała miejsce 25 już pielgrzymka mniejszości narodowych i etnicznych.

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Die schlesischste Wallfahrt

Nach dem Bericht von der Männerwallfahrt am Sonntag nach Deutsch Piekar bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Minderheitenwallfahrt auf den St. Annaberg die schlesischste aller schlesischen Wallfahrten ist. Einerseits, weil sich da die Schlesier versammeln, für die das Maß ihres Schlesiertums die Verbindung zu deutschen Kultur, Sprache und der Tradition ist. Andererseits, weil auf dem St. Annaberg die Achtung jeder schlesischen Identität fast immer Standard gewesen ist.

Es gab Zeiten, da fand jede größere Wallfahrt hierher zweimal statt, einmal auf Deutsch und einmal auf Polnisch. Dies führte dazu, dass ein Angriff auf jedwede Nationalität von der Kanzel aus unmöglich gewesen ist. Ich hoffe, das bleibt so und Worte, wie die von Erzbischof Wiktor Skworc aus Kattowitz, der sich beim Ölkonzern PKN Orlen bedankte für den Kauf der lokalen Presse und dabei unterstrich, dass dies aus Händen des „deutschen Kapitals“ geschehen ist, hier nie fallen werden. Dies würde dem „Berg des zuversichtlichen Gebets“ seine Heiligkeit nehmen.

Ich weiß nicht, wie viele Pilger in Deutsch Piekar weiterhin zuversichtlich beten konnten nach der Predigt des Erzbischofs, in der die Feindseligkeit gegenüber dem „deutschen Kapital“ so unterstrichen wurde. Ein Paradox oder eher ein Skandal war dabei die Tatsache, dass diese Worte in Schlesien gefallen sind, wo jedes Stückchen Erde Spuren deutscher Arbeitsamkeit trägt und ihr jahrhundertelanger Glanz entstand und das deutsche Kapital begründete. Sie baute auch die schlesische Religiosität.

Es kann jemand sagen, dass die Transaktion von Orlen rein wirtschaftlichen Charakter hatte -und nur in diesem Kontext fielen die Worte des Erzbischofs. Und doch fühlen wir, dass hinter diesen Worten der Unwille gegenüber einem konkreten Kapital steckt, weil es deutsch ist. Wir fühlen es, weil wir schon die Idee des sog. Oberschlesischen Pantheons kennen, dass Erzbischof Wiktor Skworc auf Bestellung der Regierung in den Katakomben des Kattowitzer Doms baut. Ein Pantheon, das Hunderte von verdienten Schlesiern übergeht, nur weil sie sich deutsch fühlten und Deutsche waren. Das passt sehr gut zu den Worten, die in Piekar fielen.

Und zum Schluss einige Worte des Bedauern eines schlesischen Katholiken, der Verlegenheit und Scham fühlt, dass eine private Meinung, ohne Verbindung zum sonntäglichen Hochfest der Heiligen Dreifaltigkeit, von der Kanzel fiel. Eine nicht dem Geist des Evangeliums entstammende Meinung, die der Allgemeinheit, also dem katholischen Geist der Kirche entgegensteht, aber auch vielen Diözesanmitgliedern wehgetan hat. Den einen, weil sie sich mit dem Deutschsein verbunden fühlen, den anderen, weil sie die Vielfalt und Unabhängigkeit der Medien für ein wertvolles Gut der Demokratie halten. Ich lade zum 6. Juni auf den Annaberg ein. Unser Motto: Versöhnung, Freiheit, Erneuerung. Erlangen wir die Zuversicht neu.

Bernard Gaida

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Grußwort vom Dr. Bernhard Jungnitz, Vorsitzender des Heimatwerkes Schlesischer Katholiken e.V.

Verband der deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften

Ul. Slowackiego 10

45-364 Opole

28. Mai 2020

Liebe Wallfahrerinnen und Wallfahrer,

in diesem Jahr hat die Corona-Pandemie unser aller Leben, unseren Lebensrhythmus verändert. Ihr könnt Eure 25. Wallfahrt der Minderheit auf den St. Annaberg nicht durchführen. Wir, das Heimatwerk Schlesi-scher Katholiken e.V., mussten unsere Tagung „Historisch-politischer Arbeitskreis“ am 20./21. Juni 2020 absagen. Das alles – und noch vieles mehr – schmerzt Euch und uns!

Wir freuen uns aber, dass Ihr den Kopf nicht in den Sand steckt und einen guten Ersatz für die ausgefallene Wallfahrt zur Mutter Anna gefun-den habt. Gemeinsam mit Eurem Minderheitenseelsorger, Bischofsvikar Dr. Peter Tarlinski, und Eurem geistlichen Oberhirten, Bischof Prof. An-dreas Czaja, habt Ihr Euch in der Oppelner Kathedrale zum Gottesdienst versammelt mit all Euren Anliegen, die Ihr sonst mit auf den St. Annaberg genommen hättet! Durch unseren gemeinsamen Glauben, durch den Hl. Geist, sind wir mit Euch verbunden! Und auch durch die Telekommunika-tionstechnik werden wir während des Festhochamtes miteinander verbun-den sein!

Liebe Wallfahrtsgemeinde in der Oppelner Kathedrale,

lieber Herr Bischof Czaja, lieber Herr Pfarrer Tarlinski,

das Heimatwerk Schlesischer Katholiken e.V. sendet Euch allen

herzliche Grüße! Möge der Hl. Geist sowohl bei Euch als bei uns und uns allen eine starke Brücke von West nach Ost und von Ost nach West sein!

Möge der Hl. Geist mit uns allen sein, uns Mut zum Leben geben, offene Augen zum Finden des rechten Weges schenken, unser Herz weit machen, damit wir auch mit dem Herzen sehen können, und uns Gesundheit in diesen coronahaltigen Zeiten schenken!

Herzlichst

Gez. Dr. Bernhard Jungnitz                             Gez. Annemarie Glinka                   

Vorsitzender                                                     Stellvertr. Vorsitzende

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