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Anna Durecka

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Renata Zajączkowska - „Ich bin unglaublich dankbar”

Am Dienstag wurde in Breslau der Edith-Stein-Preis verliehen. Jedes Jahr wird der Preis von einem Ehrenausschuss der Breslauer Edith-Stein-Gesellschaft vergeben. In diesem Jahr ging die Auszeichnung unter anderem an Renate Zajączkowska, die langjährige Vorsitzende der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau.

Der Breslauer Edith-Stein-Preis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Die Auszeichnung wird an Menschen vergeben, die sich besonders darum verdient gemacht haben, das geistige Erbe der Schutzpatronin Europas, der Heiligen Edith Stein, zu verbreiten. Wie in den Jahren zuvor, wurde die Preisverleihung mit einer heiligen Messe in der Erzengel Michael-Kirche in Breslau und einer zweitägigen wissenschaftlichen Konferenz eingeleitet.

Eine reine Frauensache

In diesem Jahr wurde der Edith-Stein-Preis gleich an drei Damen vergeben. Prof. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz, die Vizepräsidentin der Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland, wurde für die Verbreitung und Förderung des intellektuellen Nachlasses Edith Steins in Europa ausgezeichnet, ebenso für ihr Engagement in der deutschen Edith-Stein-Gesellschaft und ihre Arbeit an der Edith Stein Gesamtausgabe. Die zweite Auszeichnung ging an Prof. Anna Grzegorczyk, die Mitbegründerin des Posener Edith-Stein-Forschungszentrums. Sie wurde geehrt für ihre langjährige Arbeit im Bereich „Leben und Wirken von Edith Stein“ sowie für die Herausgabe der „Wissenschaftlichen Hefte des Edith-Stein-Forschungszentrums“. Die einzige Breslauerin im Bunde war Renate Zajączkowska, die als Mitbegründerin der Edith-Stein-Gesellschaft für ihr langjähriges Engagement zugunsten der Organisation, für ihre Arbeit im Dienste des deutsch-polnischen Dialogs und nicht zuletzt für die Herausgabe des Stadtführers „Edith Stein. Spuren in Breslau“ ausgezeichnet wurde.

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„Hier könnt ihr leben“

Der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen lädt vom 9. bis 11. Oktober auf den St. Annaberg zu einer Konferenz unter dem Motto „Hier könnt ihr leben“ ein.

Die Tagung beginnt am Freitag, den 9. Oktober, um 17 Uhr. Eröffnet wird sie vom Verbandsvorsitzenden Bernard Gaida, der auch ein Grußwort an die Gäste richten wird. Anschließend hält Dr. Bogusław Kopka von der Janusz-Kurtyka-Stiftung einen Vortrag „Die Fremden, die Unsrigen und der Gulag. Über die kommunistischen Arbeitslager in Polen 1944-1956“. Ab 19:30 Uhr folgen eine Vorführung des Films „Joł był ukradziony” (Ich wurde gestohlen) und ein Treffen mit dem Regisseur Adam Grzegorzek sowie Dr. Mateusz Sobeczko, dem Co-Autor des Drehbuches.

Der Samstag beginnt mit einem Referat von Joanna Wańkowska-Sobiesiak über „Die Deutschen in Ermland und Masuren im Nachkriegspolen“ (9 Uhr). Um 10 Uhr spricht Dr. Krzysztof Woźniak von der Universität Lodz über „Deutsche Bewohner der Stadt in der Nachkriegszeit“. Dr. Arkadiusz Słabig (Institut für Geschichte der Pommerschen Akademie Stolp) referiert anschließend um 11:30 Uhr über den „Kommunistischen Sicherheitsapparat gegenüber den ,anerkannten’ Deutschen und Grenzlandbewohnern in Nordwestpolen unter Władysław Gomułka“. Um 14 Uhr berichtet Dr. Zbigniew Bereszyński vom Schlesischen Institut Oppeln über „Die einheimische Bevölkerung und die Verwaltungsmaßnahmen zu ihrer nationalen und staatlichen Assimilierung“. Um 15 Uhr folgt ein Referat von Dr. Bernard Linek, ebenfalls vom Schlesischen Institut Oppeln, zum Thema „Entdeutschung und Verifikation“. Ein Treffen mit Joanna Wańkowska-Sobiesiak ist für 16:30 Uhr vorgesehen.

Die Konferenz endet am Sonntag mit einer Diskussion über „Aktuelle Probleme und Erfolge der Organisationen der deutschen Minderheit“. Der Beginn ist um 9 Uhr.

Wer an der Konferenz teilnehmen möchte, wende sich bitte an Monika Wittek: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 77454 78 78, 602 263 655.

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Bernard Gaida im Bundestag

Bernard Gaida, VdG-Vorsitzender und Sprecher der Arbeitsgruppe Deutscher Minderheiten in  der FUEN, traf sich gestern in Berlin gemeinsam mit weiteren FUEN-Vertretern: Vizepräsidentin Angelika Mlinar, Generalsekräter Eva Penzes, sowie Roman Roblek mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl (CDU). Dr. Brandl ist Mitglied der Haushaltausschusses.

  • Publiziert in Politik

Gedenkfeier in Gdingen

Bund der Deutschen Bevölkerung in Gdingen lud am 5. September zu einer Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestages der Versenkung der Schiffe "Wilhelm Gustloff", "Steuben" und "Goya" ein. Zuerst fand in der Kirche der Mutter Gottes der immerwährenden Hilfe und des heiligen Petrus in Gdingen eine ökumenische Gedenkfeier statt. Später wurden an der Gedenktafel in der Kirche und am Meeresufer Kränze und Blumen niedergelegt.

 Nur auf der "Wilhelm Gustloff" allein kamen im Januar 1945 9000 Menschen ums Leben, darunter 5000 Kinder. Diese Schiffskatastrophe gilt als eine der verlustreichsten in der Menschheitsgeschichte. Vertreter der DMI-Organisationen aus dem Norden, des Deutschen Generalkonsulats in Danzig und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Gdingen nahmen zuerst an der ökumenischen Andacht teil, die vom Domherr André Schmeier, dem Minderheitenseelsorger in Allenstein und Pastor Wojciech Fröhlich von der evangelischen Pfarrgemeinde in Stolp in der Seemanskirche zelebriert wurde. An den Feierlichkeiten nahm auch der Vorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften, Bernard Gaida, teil, der aus diesem Anlass eine Rede hielt. Nach der Andacht wurden Kränze und Blumen erst an der Gedenktafel niedergelegt und anschließend am Meer zu Wasser gelassen.

Jedes Jahr veranstaltet die Feierlichkeiten der Bund der Deutschen Bevölkerung in Gdingen. „Dabei muss man besonders die Rolle des Vorsitzenden, Benedikt Reschke, bei der Veranstaltung dieser Gedenkfeier betonen, der sich bescheiden im Hintergrund hält, ohne den diese Feier aber nicht zu Stande gekommen wäre“, sagt Bernard Gaida, der der Gedenkfeier beiwohnte. Der Vorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften betonte auch die Bedeutung der diesjährigen Gedenkfeier in Gdingen. „Wir haben uns als VdG vorgenommen, dass wir an den 75. Jahrestag des Kriegsendes und an die Nachkriegstragödie der Deutschen in Polen in verschiedenen Regionen des Landes erinnern. Wir waren schon in Lamsdorf, Schwientochlowitz, sogar in Auschwitz und später in Potulitz. Nun sind wir in Gdingen. Das sind alles Orte, die für die Deutschen in Polen von großer Bedeutung sind. Hier ist es nochmal ein ganz besonderer Ort, weil hier vor allem Zivilbevölkerung umgekommen ist, es waren von allem Frauen und Kinder, die auf die Schiffe mit der Hoffnung auf Sicherheit, auf ein angstfreies Leben gestiegen sind“, so Bernard Gaida.

 

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