Polski

Rückkehr der Kirchenglocken nach Trebnitz

In Trebnitz fand in der Basilika der hl. Hedwig eine besondere Feier zur Rückgabe von Kirchenglocken statt, die während des Zweiten Weltkriegs geraubt worden waren.

Die Messe wurde vom Weihbischof von Breslau, Maciej Małyga, geleitet, und die Predigt hielt der Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gerhard Schneider, der betonte, dass die Glocken, die einst für Kriegszwecke eingeschmolzen werden sollten, heute als Symbol des Friedens und der Hoffnung zurückkehren.

Der Höhepunkt war die feierliche Übergabe und Weihe von drei Glocken. Eine davon läutete während des Gebets, was der gesamten Veranstaltung einen besonders feierlichen Charakter verlieh.

An der Veranstaltung nahm Rafał Bartek, Vorsitzender des VdG, teil.

Die Geschichte dieser Glocken reicht bis ins Jahr 1940 zurück, als sie auf Anordnung der nationalsozialistischen Behörden von den Kirchtürmen abgenommen und zum Einschmelzen für die Rüstungsindustrie bestimmt wurden. Schätzungen zufolge wurden damals etwa 100.000 Glocken eingesammelt, von denen die meisten zerstört wurden. Ein Teil hat jedoch überlebt. Sie wurden in Hamburg an einem Ort gelagert, der als „Glockenfriedhof“ bezeichnet wurde. Nach dem Krieg gelangten einige als Leihglocken in deutsche Pfarreien.

Die Übergabe der Glocken nach Trebnitz erfolgte im Rahmen des Projekts „Friedensglocken für Europa“, das 2021 von der Diözese Rottenburg-Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts ist die Rückgabe der Glocken, die während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Deutschland beschlagnahmt wurden. Außerdem sollen dadurch Dialog und Versöhnung in Europa gefördert werden.

Mitgliedsorganisationen

Skip to content