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Steinmeier ist 12. Bundespräsident (Teil I)

Foto: Bundesarchiv Foto: Bundesarchiv

Der am Sonntag gewählte Präsident hat 11 Vorgänger. Diese wurden durch 15 Bundesversammlungen gewählt. Hier können Sie eine kurze Zusammenfassung der ersten 5 Bundesversammlungen lesen.

Zum ersten Bundespräsidenten wurde der liberale Politiker Theodor Heuss gewählt. Während der Abstimmung am 12. September 1949 brauchte der FDP-Kandidat zwei Wahlgänge um eine absolute Mehrheit zu erreichen. Im entscheidenden Moment hat er die Unterstützung von 416 Mitgliedern der Bundesversammlung erhalten, was zum Sieg gegen Kurt Schumacher reichte (SPD – 312 Stimmen). 1954 wurde er wiedergewählt. Diesmal war er nicht nur Kandidat der Union und FDP, sondern auch der SPD. Dank dessen gewann er am 17. Juli bereits im erstem Wahlgang mit einer überwältigenden Mehrheit von 871 Stimmen. Der zweitplatzierte Alfred Weber (KPD) bekam lediglich 12 Stimmen.

Zwei Wahlgänge brauchte 1959 auch der zweite Bundespräsident Heinrich Lübke. Der Unionsminister der Ernährung, Ladwirtschaft und Forsten war schon bei der ersten Abstimmung nahe am Erfolg, indem er die Unterstützung on 517 Bundesversammlungsmitgliedern bekam (49,8% der Stimmen). Im zweiten Wahlgang kam er auf 527 Stimmen, was zum Sieg über Carlo Schmid aus der SPD reichte (386 Stimmen). Am 1. Juli 1964 fiel ihm der Erfolg viel leichter, da er damals auch die Unterstützung der Sozialdemokraten hatte. Bereits im 1. Wahlgang bekam er 710 Stimmen, deutlich mehr als FDP-Kandidat Ewald Bucher (123 Stimmen).

Die Bundespräsidentenwahl am 5. März 1969 war ein echtes Kopf-an-Kopf Rennen, das 3 Wahlgange benötigte. Justizminister Gustav Heinemann aus der SPD, der auch durch die FDP unterstützt wurde, trat gegen Unionskandidat Gerhard Schröder an. In ersten beiden Wahlgängen waren beide nah an der absoluten Mehrheit von 519 Stimmen dran. Erst bekam Heinemann 514 Stimmen und Schröder – 501 Im zweiten Wahlgang legte Heinemann 511:507 vor. Im dritten reichte schon eine einfache Mehrheit, die Heinemann mit 512 Stimmen erzielte.

FOTOS Von Links: Theodor Heuss (Bundesarchiv, Bild 146-1983-098-20), Heinrich Lübke (Bundesarchiv, Bild 146-1994-034-22A) und Gustav Heinemann (Bundesarchiv, Bild 146-2007-0037 / Bauer, Georg)

Letzte Änderung am Mittwoch, 15 Februar 2017 21:18
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