Am 29. August 2026 fand in Potulitz eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des dort gelegenen ehemaligen Lagers statt. Diese Veranstaltung bot Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet, zur Besinnung und zum Gedenken an das tragische Schicksal der Menschen, die in den Jahren 1940–1950 in diesem Lager gelitten hatten.
Die Gedenkfeier begann am Kreuz auf dem Kieswerk, das sich neben dem Massengrab des ehemaligen Arbeitslagers für Deutsche befindet. Anschließend begaben sich die Teilnehmenden zum Obelisken beim heutigen Gefängnis und später zum Friedhof, wo sich das Denkmal „Den Kindern von Potulitz“ sowie ein in der Nähe stehender Obelisk befinden.
Unser Dank gilt Pfarrer Maciej Szmytowski, dem Pfarrer der römisch-katholischen Pfarrei Mariä Verkündigung in Potulitz, der diese Veranstaltung seit einigen Jahren unterstützt. An den Gedenkstätten nahm er sich Zeit für gemeinsame Gebete und sprach Worte, die zum Nachdenken über die Geschichte, den Krieg, die Verantwortung der Politiker und die Notwendigkeit der Versöhnung anregten.

Ein besonderer Programmpunkt der diesjährigen Feierlichkeit war zudem der Vortrag von Dr. Katarzyna Grysińska-Jarmuła von der Kazimierz-Wielki-Universität in Bromberg zum Thema „Polen und Deutsche in Bromberg in der Zwischenkriegszeit“. Der Vortrag war sehr gut vorbereitet und stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse. Im Anschluss an den Vortrag fand eine angeregte Diskussion statt, und die zahlreichen Fragen zeigten, wie wichtig Themen rund um die gemeinsame Geschichte von Polen und Deutschen nach wie vor sind.
Wir danken auch Monika Szulc-Kraińska, der Leiterin des Schul- und Kindergartenkomplexes in Potulitz, für die Bereitstellung des Raums und die organisatorische Unterstützung.
Unser Dank gilt auch allen Teilnehmenden für ihre Anwesenheit und dafür, dass wir gemeinsam die Erinnerung wachhalten.

Fotos: Michał Florek