Wie jedes Jahr Ende Januar lud der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften (VdG) zur Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten für die rund sechstausend Opfer der tragischen Ereignisse ein, die sich im Nachkriegslager in Lamsdorf ereignet hatten.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Deutschen Minderheit und zahlreiche Gäste teil. Darunter waren unter anderem: Łukasz Kohut – Mitglied des Europäischen Parlaments, Peter Herr – Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln, Ryszard Galla – Berater des Sejmmarschalls, Ratsmitglied der Woiwodschaft Oppeln, Zuzanna Donath-Kasiura – Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln, Edyta Gola – Abgeordnete des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln, Norbert Rasch – Bevollmächtigter des Vorstands der Woiwodschaft Oppeln, Bevollmächtigter für Multikulturalität, Jolanta Mierzyńska – Leiterin des Gemeindezentrums für Kultur, Sport und Erholung in Lamsdorf.
Die Feierlichkeiten, die am 25. Januar stattfanden, begannen mit einer zweisprachigen Andacht. Diese wurde von Prof. Andrzej Anderwald, Assistent des Seelsorgers für nationale Minderheiten, gemeinsam mit dem Pfarrer der Gemeinde in Lamsdorf, Piotr Bałos, geleitet. Anschließend begaben sich die Teilnehmenden zum Friedhof der Opfer des Arbeitslagers, wo Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet wurden.
Während der Feierlichkeiten ergriff Ryszard Galla, der SKGD-Vizevorsitzender und Berater des Sejmmarschalls, das Wort. In seiner Rede betonte er:
Diese Nachkriegstragödie betraf die Bevölkerung Schlesiens, Pommerns und Ostpreußens. Auch Mitglieder unserer Familien wurden Opfer dieser Gewalt. Heute liegt es in unserer Verantwortung, ihrer Schicksale zu gedenken. Viele Jahre lang konnten die Opfer dieser Tragödie nicht über das ihnen angetane Unrecht sprechen. Aber WIR können und sollten dies tun. Dank uns bleibt die Erinnerung an ihr Leid lebendig.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Instrumental- und Vokalkonzert, das von Schülerinnen und Schülern sowie Absolventinnen und Absolventen der Fryderyk-Chopin-Musikschule in Oppeln unter der Leitung von Hubert Prochota aufgeführt wurde.
Fotos: Stefani Koprek-Golomb
Informationen zur Veranstaltung im Programm von TVP3 Opole:











